Was ist Hypnose ?

Hypnose ist ein besonderer Bewusstseinszustand, in dem das Gehirn in der Lage ist, ganzheitlicher zu arbeiten als in seiner alltäglichen Arbeitsweise im Wachzustand und in dem es Veränderungen in seiner Programmierung besonders schnell und effizient vollziehen kann.

Dieser Zustand liegt zwischen Schlaf und Wachbewusstsein, ist aber doch ein ganz eigener Zustand, der sich keinem der anderen beiden richtig zuordnen lässt. Viele Hypnotherapeuten sprechen deshalb vom „dritten Bewusstseinszustand“ und stellen ihn gleichberechtigt als eigenen Zustand neben Schlaf und Wachbewusstsein. In diesem Zustand sind die inneren Bereiche des Gehirns, die häufig auch als „Unterbewusstsein“ bezeichnet werden, leichter zugänglich und es ist so als ob ein Filter abgeschaltet wäre, der im Wachbewusstsein dafür sorgt, dass die Wirkung von Worten oder Vorstellungen gebremst wird. In Hypnose können Worte und Vorstellungen eine wesentlich stärkere Wirkung erzielen als im Wachbewusstsein, was auch erklärt, weshalb ein Hypnotiseur mit Hilfe von Worten so viel in seinem Gegenüber bewirken kann.

Hypnose ist aber kein einheitlicher Zustand, der immer gleich verläuft. Die Hypnose hat viele Facetten und kann sich ganz unterschiedlich anfühlen. Hypnose kann entspannt sein, wie man es von klassischen Tiefenentspannungsanwendungen kennt, sie kann aber auch in einem sehr aktiven Zustand stattfinden, wie man es bei einer Showhypnose beobachten kann.

Viele Menschen denken bei Hypnose zuerst an Entspannung. Die Entspannung ist aber nur ein kleiner Teil der Hypnose. Das Wichtigste bei der Hypnose ist, dass das Gehirn sich für die Suggestionen des Hypnotiseurs öffnet. Grundsätzlich kann man die hypnotische Trance (als Trance bezeichnet man den Zustand, in dem man sich in Hypnose befindet) in drei hauptsächliche Kategorien unterteilen:

  • die Entspannungstrance
  • die Bewusstseinstrance
  • und die Körpertrance

In der Entspannungstrance herrscht hauptsächlich eine körperliche Entspannung vor. Dabei kann das Bewusstsein vollkommen wach sein und der Klient empfindet nichts außergewöhnliches.

In der Bewusstseinstrance ist das Bewusstsein ein wenig (je nach Tiefe auch sehr) getrübt und das Gehirn ist besonders empfänglich für Suggestionen. In der Körpertrance hat der Hypnotiseur einen besonders guten Zugang zu körperlichen Funktionen des Klienten, der Klient empfindet dabei aber zumeist weder eine sonderliche Entspannung noch eine nennenswerte Bewusstseinsveränderung. Diese drei Trancearten, die sich aufgrund unterschiedlicher Aktivitäten im Gehirn erklären lassen können sowohl allein als auch in Mischformen vorkommen. Viele glauben, dass die körperliche Entspannung der Schlüssel zur Trance ist. Eine typische Klischee-Vorstellung von Hypnose ist ein stiller Raum, eine kuschelige Liege, eine leise Musik im Hintergrund, ein Hypnotiseur, der leise Suggestionen vor sich hinmurmelt. Doch dies wird nur zu bestimmten Zwecken eingesetzt und ist in vielen Fällen sogar ausgesprochen Fehl am Platz.

Stadien der Hypnose / Hypnosetiefe

Da die Hypnose kein einheitlicher Zustand ist, ist es schwierig, verschiedene Stadien oder Tiefen der Hypnose pauschal zu bestimmen. Die Hypnose einfach in grobe Schubladen zu stecken geht nicht, denn sie ist deutlich komplexer als dass man sie einfach nur in leicht, mittel und tief unterteilen könnte.

In der Literatur finden sich häufig veraltete und zum Teil auch schlichtweg falsche Erklärungsmodelle, die noch aus Zeiten lang vor der modernen Gehirnforschung stammen und in ihrer einfachen Form heute nicht mehr haltbar sind. Moderne Hypnosetherapeuten versuchen deshalb, ein neues Verständnis für die Hypnose und ihre unterschiedlichen Ausprägungsformen zu schaffen.

Hypnosetiefe:

Laien glauben häufig, dass man die Tiefe der Hypnose anhand körperlicher Entspannung oder Bewusstlosigkeit bestimmen kann. Das ist so aber nur bedingt richtig und trifft nur auf bestimmte Trancearten zu. Entscheidend für die Wirkungsintensität einer Hypnose ist vor allem, dass diejenigen Bereiche des Gehirns aktiviert sind, die für die gewünschte Anwendung erforderlich sind.

Ob der Klient dabei entspannt oder sein Bewusstsein eingeschränkt ist spielt nur dann eine Rolle, wenn dies für die Anwendung konkret benötigt wird.

Da es sehr schwer messbar ist, in welcher Art von Trance der Klient sich in einer Sitzung befunden hat, sind im hypnotischen Sprachgebrauch folgende drei Grobeinteilungen für die Trancetiefe üblich.

leichte Trancetiefe (der Klient war etwas entspannt, hat aber nichts außergewöhnliches Gespürt)

mittlere Trancetiefe (der Klient hat deutlich gespürt, dass etwas „anders war“, war aber noch bei Bewusstsein)

tiefe Trance (der Klient war ohne Bewusstsein) – bewusstlos verbindet man ehr mit etwas medizinischen, negativen, ich würde liebe ohne Bewusstsein schreiben Es wird an dieser Stelle aber noch einmal deutlich darauf hingewiesen, dass diese „Tiefen“ nicht über Wirksamkeit oder Wirkungslosigkeit entscheiden sondern lediglich das Empfinden des Klienten während der Trance beschreiben.

Viele Hypnotiseure glauben, dass sich die Wirksamkeit der Hypnose mit wachsender „Trancetiefe“ steigert, dass die Hypnose also umso besser wirkt, je „tiefer“ und bewusstloser der Klient in Trance ist. Leider ist aber häufig genau das Gegenteil der Fall: Je tiefer die Trance ist, desto mehr Gehirnareale gehen in eine Art Schlafzustand über, in dem Sie auf Suggestionen nicht mehr reagieren und desto unwahrscheinlicher ist es, dass die Suggestionen des Hypnotiseurs die gewünschte Wirkung erzielen. Statt Trancetiefe ist es deshalb sinnvoller von Tranceintensität zu sprechen und damit nicht die Schläfrigkeit des Klienten zu beschreiben, sondern seine Fähigkeit zu einer gewünschten Veränderung.

Wo darf Hypnose nicht eingesetzt werden?

Es gibt einige Situationen, in denen Hypnose grundsätzlich nicht angewendet werden sollte:

  • bei geistig behinderten Menschen
  • bei schweren Herz- und Kreislauferkrankungen, bei denen Tiefenentspannung kontraindiziert ist wie bspw. Herzinsuffizienz
  • bei Psychosen (Schizophrenie, bipolare Störungen, endogene Depressionen oder anderen schweren psychischen Erkrankungen)
  • bei Depression (die von einem Arzt als solche diagnostiziert wurde)
  • bei Persönlichkeitsstörungen (geringe Erfolgsaussichten)
  • bei Menschen, die gerade vor kurzem einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall hatten
  • Bei Thrombose-Patienten (Gefahr, dass der Thrombus rutscht)
  • bei Epilepsie
  • bei schwerwiegenden Erkrankungen des zentralen Nervensystems
  • bei Menschen mit Angst vor der Hypnosesitzung
  • bei Menschen mit religiösen Bedenken

Als erschwerend können sich ausprägen:

  • Migräne (durch Filterprobleme im Gehirn ist der Klient übersensibel z.B. gegenüber Störgeräuschen – das Gehirn ist
  • dadurch häufig nicht in der Lage, einen Hypnosezustand zu erzeugen und aufrecht zu erhalten)
  • ADS / ADHS (bei dieser Störung hat das Gehirn Probleme, bestimmte Frequenzen zu erzeugen, dadurch kann es sein, dass das Gehirn den Hypnosezustand gar nicht erreichen kann)

Behandlungsangebot

  • Anleitung zur Selbsthypnose (zur Selbsthilfe)
  • Anspannung lösen
  • Beziehungsverhalten verbessern
  • Blockadenlösung
  • Führerscheinprüfung (mentale Vorbereitung)
  • Gedächtnistraining
  • Gewichtsreduktion (Information über die Anzahl der Sitzungen bei Beratungsgespräch)
  • Konzentrationssteigerung
  • Leistungssteigerung
  • Lernblockaden lösen
  • Mentales Training
  • Motivationsaufbau
  • Positives Denken
  • Persönliche Ressourcen fördern
  • Phantasiereisen
  • Prüfungsvorbereitung
  • Raucherentwöhnung
  • Rückführung
  • Selbstbewusstsein steigern
  • Selbstvertrauen aufbauen
  • Selbstheilungskräfte aktivieren
  • Schlafstörung (unruhiger Schlaf)
  • Schuldgefühle auflösen
  • Schüchternheit verringern
  • Sporthypnose
  • Stressbewältigung (aber nicht wenn Stress als Krankheit diagnostiziert wurde)
  • Training der Sinneswahrnehmung
  • auflösen von innerer Unruhe
  • Vorbereitung auf wichtige Ereignisse (Vorträge, Öffentliche Auftritte)
  • Lampenfieber
  • Zahnarzt (mentale Vorbereitung)

Preise

Die Preise für Hypnosebehandlungen werden aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnisse individuell abgestimmt.